Auf frischer Tat ertappt

Mit einer Fotofalle hat die Kanti Willisau am 14. Juni 2010 um 22:18 Uhr Herrn Grimbart abgelichtet, als er gerade aus seinem Bau steigt. Auch andere Säuger sind nachtaktiv und deshalb nicht oft zu beobachten. 


Vielleicht sind Ihnen die Löcher und Sandhaufen in der Windwurffläche nördlich des Turmes aufgefallen. Hier wohnt ein Dachs. Seine Bauten werden die über viele Jahrzehnte von Generationen zu Generation weitergegeben und ausgebaut. Der ausgepolsterte Wohnraum liegt in rund 5 Metern Tiefe. Oft kommt es in Dachsbauten zu einer Wohngemeinschaft zwischen Fuchs und Dachs. Ein Fuchs jedoch ging nicht in die Fotofalle, obschon er auch vorkommt im Naturlehrgebiet. Hermelin und Steinmarder sind hier ebenfalls zuhause, sie gehören wie der Dachs zu den Marderartigen. 


Wie man sieht, sind die Säugetiere nicht so präsent wie zum Beispiel die Amphibien oder die Libellen. Es ist aber schon vorgekommen, dass an einem veregneten Sommertag der Siebenschläfer im Beobachtungshäuschen in einem Vogelnistkasten gesichtet wurde. Allem Anschein nach meidet dieser kuschelige Bilch nasses Wetter.

Der Siebenschläfer ist ein ausgezeichneter Kletterer
 


Es gibt übrigens zahlreiche Mausarten im Naturlehrgebiet: Waldmaus, Gelbhalsmaus, Rötelmaus, Spitzmaus, Schermaus und vermutlich auch die Haselmaus. Mausspuren finden sich besonders gut im Schnee oder als Frassspuren an angeknabberten Ästen.


Daneben ist eine weitere heimliche Gruppe von Säugetieren im Gebiet anzutreffen: Fledermäuse. Sie benutzen den alten Kiesturm als Frass- und Schlafplatz. So konnten schon das Braune Langohr sowie Zwergfledermäuse festgestellt werden. Im und am Turm hat es zahlreiche Fledermauskästen. Einige davon sind einsehbar und wir können Sie Ihnen auf einer Führung zeigen.

 

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