Alles im grünen Bereich

Bei der Gründung des Naturlehrgebiets glaubten einige Skeptiker nicht daran, dass aus der «rüdigen»  Landschaftswunde  je  «etwas  Anständiges» werden könnte, würde man nicht massive Mittel wie Erdzufuhren, Aufforstung und Wiederbegrünung einsetzen. Heute, nach mehr als 40 Jahren, ist aus der Landschaftswunde ein kleines, ziemlich grünes Paradies geworden.


Die Pflanzenliste des Naturlehrgebiets enthält über 700 verschiedene Blütenpflanzen, jedoch muss etwa ein Fünftel davon als gebietsfremd eingestuft werden. Eingebrachte Arten finden wir vor allem im Bereich der Wasserflora sowie an Trockenstandorten. Sie werden nach den heutigen Pflegeleitlinien nicht mehr gefördert - Authentizität steht vor Quantität.

Im Bereich der Ruderalflora können im Naturlehrgebiet viele Pflanzen gesehen werden, die heute wegen der fehlenden Lebensräume bei uns selten geworden sind. So sind Natternzunge, Reseda, Wilde Karde, Nacht- und Königskerzen recht häufig. In den Teichen sind Raritäten wie Froschlöffel und Igelkolben zu finden.

Pflanzen sind gut auf einer Führung thematisierbar. Dabei können Bestimmung und Standortfaktoren ein Thema sein, oder auch die Verwendung der Pflanzen. Fast alle Pflanzen können als (Heil)Kräuter
verwendet werden, ein Teil davon ist essbar.


Neben den Blütenpflanzen sind auch Farn- und Schachtelhalmgewächse sowie Moose gut vertreten. Die Moose wurden etwas genauer untersucht. Bei den Erhebungen konnte mit 10 Lebermoos- und 74 Laubmoosarten eine erfreulich hohe Artenzahl entdeckt werden. Auch hier ist die hohe Anzahl an verschiedenen Lebensräumen zentral für den Artenreichtum.
Helen Küchler-Hafner, 2003 (pdf 1027 kB)

 

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