Die bunte Welt der Sechsbeiner

Man begegnet ihnen auf Schritt und Tritt. Sie graben im Boden, fliegen von Blüte zu Blüte oder verstecken sich im Totholz. Insekten sind die artenreichste Klasse im Tierreich - weltweit soll es rund eine Million Arten geben. Natürlich sind Insekten auch im Naturlehrgebiet gut vertreten.


Gut vertreten heisst jedoch nicht unbedingt gut untersucht. Zu zahlreich sind die verschiedenen Gruppierungen innerhalb der Insektenwelt und zu selten sind die Spezialisten, welche sie kennen. Bei einem Besuch im Naturlehrgebiet werden Sie an Millionen von Insekten vorbeigehen - doch werden Sie nur die prominentesten Vertreter bemerken.


Von Libellen, Tagfaltern, Heuschrecken, Wildbienen und Laufkäfern wurden Bestandesaufnahmen gemacht. Es versteht sich, dass diese Aufnahmen ein Stück weit nur Momentaufnahmen sind und die Artenlisten deshalb nicht abschliessend sind. Zu jeder der erwähnten Gruppen kann ein Bericht heruntergeladen werden.


Wildbienen
Im Jahr 2009 wurden während 6 Begehungen 96 Bienenarten aus 20 Gattungen und nebenbei auch 34 Wespenarten gesammelt. Mit diesem Aufwand dürften mindestens 90–95 Prozent der vorhandenen Arten nachgewiesen sein.
Felix Amiet, 2009 (pdf 25 kB)


Tagfalter
Im Jahr 2002 wurden im Naturlehrgebiet 20 Tagfalterarten nachgewiesen, meist in geringer Individuenzahl. Es handelt sich um im schweizerischen Mittelland entlang von Waldrändern und in Saumlebensräumen noch weit verbreitete Arten. Einzig der als gefährdet eingestufte Kleine nördliche Würfelfalter kommt in der Region nur vereinzelt vor.
Manfred Steffen, 2002 (pdf 470 kB)


Ein paar Farbtupfer aus dem Naturlehrgebiet

Wollläuse mit Ameisen


Libellen

Insgesamt konnten im Jahr 2000 26 verschiedene Libellenarten festgestellt werden. Von diesen haben sich 17 Arten sicher oder wahrscheinlich und 5 Arten möglicherweise im Gebiet fortgepflanzt. Mit der Westlichen Keiljungfer, der Keilflecklibelle und dem Spitzenfleck gehören dieser Gruppe auch drei Arten der Roten Liste der Schweiz an.
Ruedi Wüst-Graf, 2000 (pdf 262 kB)


Laufkäfer
Insgesamt wurden in der 1998 durchgeführten Aufsammlung 52 Arten erfasst. Mit dabei sind auch 3 Rote-Liste-Arten und 8 Arten, von denen bisher noch keine Nachweise aus dem Kanton Luzern publiziert wurden. Die Gesamtartenzahl ist insgesamt als durchschnittlich bis hoch einzustufen und entspricht rund 10 % des Schweizerischen Artbestandes.
Thomas Röösli, 1998 (pdf 290 kB)


Heuschrecken
Während zwei Begehungen im Jahr 1998 wurden insgesamt nur 6 Heuschreckenarten sicher nachgewiesen. Mit Abstand am häufigsten ist die Rote Keulenschrecke, am zweithäufigsten die Waldgrille. Die beiden Arten gelten als typische Verbrachungszeiger. Das Naturlehrgebiet mit den vielen Gehölzsäumen und extensiv genutzten Wiesen ist für diese beiden Arten sicher ideal. Erstaunlich ist das weitgehende Fehlen von Feuchtigkeitsarten. Die  Säbeldornschrecke ist die einzige Art, die für feuchte Wiesen typisch ist.
Thomas Röösli, 1998 (pdf 339 kB)

 

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