Einträge 2014

Wildbienen-Wettbewerb

Am öffentlichen Tag im Mai bohrten verschiedenste Teilnehmer um die Gunst der Wildbienen. Es galt ein Plätzchen im Wildbee-Inn für 15 Löcher auszuwählen und die Bohrungen dann auch gleich mit selbstgewählten Durchmessern auszuführen. Wer am Schluss der Saison mit seinen Löchern am meisten Wildbienen überzeugen konnte, hat gewonnen. Und nun zeigt sich: Der Grillmeister hat's gerichtet! Herzliche Gratulation an Daniel Schilli aus Grenchen. Mit sieben von Wildbienen angenommene Bruthöhlen hat er den Wettbewerb gewonnen. Als Preis bekommt er - wen wundert's - ein 1kg Bienenhonig.

Gross und Klein am Bohren für die Wildbienen

Gewonnen hat der Grillmeister: Daniel Schilli aus Grenchen

 

Pflanzaktion

Zwischen August und Oktober wurde die Rot an sechs verschiedenen Stellen im Naturlehrgebiet aufgewertet. Der Bach erhielt hier wieder mehr Dynamik zurück. Es wurden Strukturen geschaffen, welche den Tieren in Fliessgewässern als Lebensraum dienen, z.B. temporäre Tümpel und stehende Rückzugsgewässer. Zusätzlich wurde die Strömungsvielfalt durch Lenkbuhnen erhöht, was unter anderem zu einer höheren Wasserqualität führt.
 
Die nach der Aufwertung nötigen Umgebungsarbeiten wie Wege erstellen oder Holz verräumen wurden mit Hilfe von Oberstufenklassen aus der Region erledigt.
Zum Schluss gab es noch einige offene Schneisen entlang des Baches, die anlässlich einer Pflanzaktion am 15. November wieder geschlossen wurden. Über 250 Sträucher lagen für die 20 freiwilligen Helfer und Helferinnen zum Pflanzen bereit. Nach einer kurzen Instruktion durch den Betreuer Stefan Schilli nahmen die zwei Pflanzteams die sortierten Sträucher an die jeweiligen Pflanzstandorte mit. Im feuchten Boden kamen sie rascher als geplant vorwärts und zur Pause waren fast die Hälfte der Sträucher bereits gepflanzt. Darunter vor allem typische Straucharten für Bachufer wie Pfaffenhütchen, Gemeiner Schneeball, Holunder, Faulbaum oder Traubenkirsche.

Nach einer kleinen Zwischenverpflegung ging es im angeschlagenen Tempo weiter. Der für den Nachmittag angekündigte Regen und ein feiner Duft vom Cheminée sorgte für grosse Motivation und eindrückliche Zusammenarbeit von Gross und Klein. So konnte das wohlverdiente Mittagessen vom Grill noch im Trockenen genossen werden und der anschliessende Regen wurde für die frisch gesetzten Sträucher zum Segen!

 

Eine kurze Instruktion zu Beginn.

Die Sträucher werden nach dem Pflanzplan ausgelegt.

Pflanzung unterhalb der Kigrobrücke mit Unterstützung von
Gross und Klein.

Die Pflanzungen oberhalb der Kigrobrücke schreiten voran.

Zeit für eine Pause.

Vito kennt den Weg zur nächsten Pflanzstelle auch schon!    

Schlussspurt...

Mahlzeit mit Suppe und Grillade

Das Pflanzteam 2014: Herzlichen Dank für euren Einsatz!!!

 

Pilzfestival

Seit 30 Jahren schon erforscht Peter Meinen das Pilzvorkommen im Naturlehrgebiet. Über 600 Arten hat er bisher erfasst. Das "30 Jahre Pilzinventar" - Jubiläum feierten wir im Naturlehrgebiet mit einem zweitägigen Pilzfestival. Strahlend sonniges Herbstwetter begleitete den Anlass und so fanden an beiden Tagen je über 100 Besucher den Weg ins Gebiet. Dank einem guten Helferteam beim Beizli und der Parkplatzeinweisung (Pilzverein und Silberstreifen) klappte der Betrieb bestens.
Viele Besucher genossen beim Beizli ein feines, von Paul Röteli zubereitetes Pilzrisotto oder studierten im Schulzimmer die Exikate aus Peters Sammlung und den Überblick über die  Geschichte des Naturlehrgebietes.

Im Mittelpunkt des Jubiläums standen jedoch die Führungen mit Peter Meinen. Dank seiner jahrelangen Beschäftigung mit dem Thema - unter anderem als Pilzkotrolleur - verstand er es ausgezeichnet, während der Führungen nicht nur einzelne Pilzarten, sondern auch Zusammenhänge allgemeiner Natur zu beschreiben. So wies er bei der Holzbeige am Hauptweg gleich zu Beginn auf die wichtige Rolle von Totholzpilzen im Kreislauf der Natur hin. An der Rot zeigte er den Teilnehmern einen Spitzgebuckelten Raukopf (Cortinarius rubellus), der beim Verzehr unbehandelt ein tödliches Nierenversagen verursacht. Er ist einer der giftigsten Pilze, die in Mitteleuropa vorkommen. Unterwegs kamen unter anderen der falsche Lackporling, dessen Alter an den Jahrringen abgelesen werden kann, verschiedene Mykhorrizapilze der Fichte wie z.B. der Bolerus lariden (Netzstieliger Hexenröhrling) und die Schmetterlingstramete, deren Farben auch in getrocknetem Zustand schön erhalten bleiben, zur Sprache. Im Buchenwald zeigte Peter schliesslich noch den Frauentäubling, der als einziger Täubling nicht spröde, sondern geschmeidige Lamellen hat, und den Eierschwamm (Cantharellus cibarius), der von allen Speisepilzen am schlechtesten verdaulich ist. Von diesen gibt es weltweit übrigens nur 200 essbare und 200 giftige.

Bei allen Zahlen und Artenkenntnissen waren von Peter aber immer wieder auch Sätze wie "Das ist doch ein Naturwunder!" oder " Das kann nur die Natur" zu hören, was zeigt, dass seine Faszination für die Pilze ungebrochen ist und er bestimmt auch in den nächsten Jahren wieder seinen geliebten Pilzen im Naturlehrgebiet nach"stellen" wird!   
Herzlichen Dank an Peter, alle Helfer vom Pilzverein und dem Silberstreifen und auf ein weiterhin artenreiches Pilzvorkommen im Naturlehrgebiet.

Auf einem Rundgang durchs NLG Pilze kennenlernen.

Auch die Jüngsten sind interessiert.

Peter Meinen in seinem Element...

Seine Führungen waren gut besucht.

Die Ausstellung im Schulzimmer.

Der Fokus lag an diesem Wochenende ganz klar auf ihnen...

Auch im kulinarischen Sinn!

Bei solch gutem Wetter hat man gut lachen!

 

Familie Pirsch

Die Familie Pirsch ist ein Projekt, das durch die Albert Köchlin Stiftung ins Leben gerufen wurde. Durch die Unterstützung vieler Beteiligter soll das Naturerlebnis anhand neuer technischen Methoden erfahren werden. Es gibt viele verborgene Schätze zu entdecken und neues Wissen zu erlernen. Das Naturlehrgebiet Buchwald ist ebenfalls an dieser Schatzsuche beteiligt und hat für seine Besucher interessante Informationen zusammengestellt.

Macht euch auf die Suche, denn es gibt viele tolle Preise zu gewinnen. Nebst den begehrten Eintritten für den Tierpark Goldau und die Vogelwarte in Sempach, wird als Hauptgewinn ein Familien-GA im Wert von 8`000.-Chf. verlost.

Mitmachen ist ganz einfach. Den QR-Code-Reader auf dem Smartphone oder Tablet (App-Store oder Play-Store) installieren, ins Naturlehrgebiet Buchwald kommen, die QR-Codes vor Ort suchen und einscannen. Am Schluss noch kurz die Fragen beantworten und am Wettbewerb teilnehmen.

Viel Spass und viel Erfolg!

Weitere Infos zur Familie Pirsch finden sie auf: www.familiepirsch.ch

Start- und Wettbewerbstafeln bei der Baracke und beim Turm

 

Scannen des QR-Codes mit entsprechender App

Infos zu Pflanzen und Tieren vor Ort auf dem Smartphone

 

Beobachtungen im Grundwassertal

Ringelnattern verspeisen ihre Beute ohne sie vorher mit Gift zu lähmen oder sie zu erwürgen. Zu hoffen bleibt, dass die Beute in einen Schockzustand verfällt und ihr Ableben nicht bei vollem Bewustsein erleben muss. Die Ringelnatter ist eine ungiftige, absolut harmlose Schlange - ausser eben für ihre Leibspeise, den Wasserfrosch. Die Ringelnatter kann gut schwimmen und tauchen und ihr Lebensraum sind dementsprechend Feuchtgebiete mit reichlich Struckturen und guten Plätzen zum Sonnen. Damit die Ringelnatter einen so grossen Frosch verspeisen kann, muss sie ihre Kiefergelenke aushängen, die dehnbare Haut um die Mundpartie hilft ebenfalls dabei, den Brocken "runter zu schlucken". Die untenstehenden Beobachtungen konnte Robert Albisser aus Willisau im Mai machen. Er hat uns freundlicherweise die eindrücklichen Fotos zur Verfügung gestellt. Auch dem Laubfrosch auf dem letzten Foto stellen die Ringelnattern nach. Da er viel seltener ist als der Wasserfrosch wird er auch weniger häufig verspeist.

Obschon der Wasserfrosch dicker ist als die Ringelnatter...

hat er leider...

keine Chance...

Der Frosch wird mit dem Rumpf voran verspeist.

Dieser Laubfrosch blieb zum Glück unentdeckt!

 

 

 

Allerhand im Gwonderland - öffentlicher Tag

Der öffentliche Tag der Museen stand für das Naturlehrgebiet im Zeichen der Libelle. Unsere jüngeren Besucher erwartete ein Postenlauf zum Thema Libelle. Zuerst durften die Kinder der Libelle bei der Eiablage helfen (Pingpong-Bälle in die vorgesehenen Eimer schiessen), die zwei nächsten Posten fanden in der Libellenausstellung selbst statt, und schlussendlich konnten die Bastelbegeisterten noch ihren Kreativität vollen Ausdruck verleihen, indem sie selbst eine Libelle bastelten. Eine kleine Kollektion der gebastelten Objekte ist immer noch im Schulzimmer des Turms zu bestaunen. Das ältere Publikum erwartete eine selbstgeführte Audiotour durch die Libellenausstellung (offen jeden Sonntag noch bis Ende Juni), sowie eine professionelle Libellenführung zu jeder ganzen Stunde geleitet von Ruedi Wüest und Stefan Schilli. Auf der kleinen Exkursion durchs Gebiet wurden unter anderen diese Libellenarten gesichtet: Gemeine Smaragdlibelle, Vierfleck, Plattbauch, Blauflüglige Prachtlibelle, Winterlibelle, Grosse Pechlibelle, Hufeisenazurjungfer und Frühe Adonislibelle.

Dank der tatkräftigen Unterstützung vieler Helfer wurden die Gäste bei der offenen Halle mit Grilladen und Getränken verköstigt. Nebenan hatte man die Möglichkeit an einem Bohrwettbewerb für die Wildbienen teilzunehmen, auf dessen Ausgang wir sehr gespannt sind. Zum krönenden Abschluss des Tages konnten wir so gegen 17 Uhr einer Königslibelle wunderschön beim Schlüpfen zu schauen.

Start für Kinderprogramm

Libelleneier-Zielschiessen

Libellen zum selber Basteln

 

auf Libellenpirsch...

Wildbienen-Wettbohren

Froschkönig & Grillmeister

freundlicher Verpflegungsstand

 

Königslibelle beim Schlupf

 

Vogelexkursion mit Bruno Bruderer

Die Exkursion startete für die acht hartgesottenen, mit Feldstecher bewaffneten, Vogelfreunde in Regenmontur. Nach einem regnerischen Tag ist es in der Regel schwierig Vogelstimmen zu lauschen, da die Vögel nun intensiv mit der Futterbeschaffung beschäftigt sind. Trotzdem wurden wir schon nach 2 Minuten von dem kräftigen Flöten der Mönchsgrasmücke und dem eifrigen Gesang des Distelfinks begrüsst. Schon bald wurde der schöne Gesang der Mönchsgrasmücke durch die melodischen Töne der Amsel abgelöst, während ein Buchfink Männchen auf der anderen Seite ein Ständchen schmetterte.  Sehr interessant war Bruno`s Ausführung über die Anpassungen der Amsel an das Stadtleben.

Als wir das hintere Ende des Naturlehrgebietes erreichten, sahen wir gerade noch wie ein Rotmilan kreisend über das Rapsfeld flog und sich schliesslich in einer Baumkrone niederliess. Leider sahen wir auf dem Feld keine der erhofften Feldlerchen. Diese grazilen Vögel leiden leider sehr unter der intensiven Landwirtschaft und ihre Bestände werden vor allem durch intensives Düngen und häufiges Mähen stark reduziert. Auf dem Rückweg zum Turm hörten wir den Girlitz, einen Verwandten des Kanarienvogels, dessen Gesang an eine rostige Velokette erinnert und kurz vor dem Turm vernahmen wir aus der Ferne noch das „wuh-hu-huu“ einer Ringeltaube während eine Wacholderdrossel vorbei tschätterte.

Kurzum die Exkursion war sehr interessant und die Erlebnisse und Informationen werden sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Vielen Dank nochmals an Bruno Bruderer für den sehr lehrreichen Abend.

Es gibt einiges zu erklären....

... und vieles zu sehen!

 

Graffiti in der offenen Halle

Dagobert Kaufmann und Remo Bühlmann haben im März 2014 bei uns Zivildienst geleitet. Dago hat vor allem an der Libellenausstellung gearbeitet, Remo hat verschiedenste Unterhaltsarbeiten im Gebiet durchgeführt. In der letzten Woche war ein Tag reserviert, wo die zwei Graffiti-Künstler einen Teil der offenen Halle besprayen konnten. Herzlichen Dank Dago und Remo für euren Einsatz und das wunderschöne Graffiti!

 Remo in Action

Dagobert Kaufmann und Remo Bühlmann vor ihrem Werk